Teesieb aus Edelstahl

Die Geschichte des Teesiebs


Schon im alten China, dem Ursprungsland des Tees wurden Teesiebe benutzt. Sie waren aus Stoff und wurden über Tasse oder den Becher gespannt. Darauf wurden die Teeblätter gelegt und das kochende Wasser wurde langsam und gleichmäßig über die Teeblätter gegossen. Ein zweites Tuch wurde darüber gelegt und die Blätter vorichtig angedrückt. Je nach Geschmack und Sorte ließ man den Tee anschließend ziehen.
Als im 19. Jahrhundert der Tee aus Indien immer beliebter wurde, kam das Teesieb auch nach Europa. Vorallem in England wurde es schnell modern, die Teeblätter nicht mehr einfach in eine Kanne zu füllen und im Anschluss erst durchzusieben, sondern die Blätter in ein Teesieb zu füllen. So edel wie das Porzellan der damaligen Zeit, so edel waren auch die Teesiebe. Die Einsätze waren ebenfalls aus Porzellan und wurden dem Herkunftsland des jeweiligen Tees angepasst. Für einen chinesischen Tee waren auf dem Teesieb Drachen oder chinesische Schriftzeichen abgebildet, für einen indischen Tee waren es Figuren aus der hinduistischen Götterwelt.
In Frankreich benutzte man im 19. Jahrhundert so genannte Tüllensiebe, die vorne an der Kannentülle befestigt wurden und so den Tee beim ausgiessen filterten.
Passend zu einem Teegeschirr aus Silber, waren auch die Teesiebe aus Edelmetall. So gab es für den Gast einen speziellen Teesieblöffel, den sich jeder nach Geschmack lang oder nur kurz über die Tasse halten konnte. Diese Löffel waren reich verziert und aus schwerem Silber individuell angefertigt. Diese silbernen Teesiebe gehörten auch in Ostfriesland zu einer Teezeremonie und waren ein Zeichen für Wohlstand. Sie wurden von Generation zu Generation, zusammen mit Teerezepten weiter gegeben.